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„Ich möchte einfach zu Hause bleiben“ – Wie Alltagsbegleitung in Remagen wirklich hilft

Erfahrungsbericht · Support im Alltag GmbH

Erfahrungsbericht · Veröffentlicht am 8. Juli 2026

Ein Anruf aus Remagen

„Meine Mutter möchte einfach zu Hause bleiben. Aber ich schaffe das nicht mehr allein.“

So oder ähnlich beginnen viele unserer Gespräche. Dieser Anruf kam von einer Tochter aus Remagen. Ihre Mutter, 84 Jahre alt, lebte allein in ihrer Wohnung nahe der Apollinariskirche. Der Alltag wurde zunehmend schwerer: Der Weg zum Supermarkt war zu weit, der Besuch beim Hausarzt in der Mittelstraße ohne Begleitung nicht mehr möglich, und die Einsamkeit nagte an ihr.

Die Tochter hatte bereits von der Alltagsbegleitung nach §45a SGB XI gehört, wusste aber nicht genau, wie das funktioniert und ob ihre Mutter Anspruch darauf hat. Wir haben ihr geholfen – und heute möchten wir erzählen, wie.

Was ist Alltagsbegleitung nach §45a SGB XI – und wer hat Anspruch?

Der §45a SGB XI regelt sogenannte „Angebote zur Unterstützung im Alltag“. Das bedeutet: Menschen mit einem Pflegegrad (1 bis 5) haben Anspruch auf Unterstützung bei alltäglichen Aufgaben – und zwar zu Hause.

Dafür steht jedem Pflegebedürftigen monatlich ein Entlastungsbetrag von 131 € zur Verfügung (§45b SGB XI). Ab Pflegegrad 2 sind zusätzlich Umwandlungsleistungen (§45a SGB XI) möglich – deutlich höhere Budgets als der Entlastungsbetrag allein. Wir rechnen direkt mit Ihrer Pflegekasse ab.

Was wir für die Mutter aus Remagen tun konnten

Mit dem monatlichen Budget konnten wir gezielt Folgendes ermöglichen:

  • Etwa einmal Einkaufsbegleitung pro Monat: Begleitung zum Supermarkt in Remagen, Hilfe beim Tragen und Einräumen – damit der Vorrat wieder voll ist.
  • Begleitung zum Hausarzt: Fahrt in die Mittelstraße, Unterstützung beim Termin – in einem Monat, in dem das Budget es hergibt.
  • Gesellschaftliche Begleitung: Ein Spaziergang an der Ahr oder ein Besuch im Treffpunkt „Rheinkommen“ – gegen Einsamkeit.
  • Leichte Haushaltshilfe: Wäsche oder Aufräumen – nur innerhalb des monatlichen Budgets von 131 €.

Das sind geplante Termine – kein Ganztags-Einsatz. Gezielt eingesetzt entlastet das die Mutter und die Tochter kann wieder durchatmen. Welche Termine im Budget möglich sind, besprechen wir vorher mit Ihnen.

Die Tochter sagt heute: „Ich kann endlich wieder durchatmen. Meine Mutter ist glücklicher, und ich weiß, dass sie in guten Händen ist.“

Wie läuft die erste Begleitung ab?

  1. Kontakt aufnehmen – per Telefon, E-Mail oder Kontaktformular.
  2. Unverbindliches Kennenlernen – bei Ihnen zu Hause, Wünsche und Bedürfnisse besprechen.
  3. Kostenübernahme klären – wir prüfen mit Ihrer Pflegekasse und übernehmen die Abrechnung.
  4. Begleitung starten – in Ihrem Tempo, mit individueller Unterstützung.

Sie haben Fragen? Wir sind für Sie da.

Ob Sie selbst Unterstützung brauchen oder als Angehöriger entlastet werden möchten – wir beraten Sie unverbindlich und kostenfrei.

Alle im Beitrag geschilderten Erfahrungen sind anonymisiert und dienen der Veranschaulichung unserer Arbeit.